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Aufgabenträger
Definition:Institution, die die politische Verantwortung für die öffentlich organisierte Mobilität der Bürger trägt

Aufgabenträger im Nahverkehr ist die Institution, die die politische Verantwortung für die öffentlich organisierte Mobilität der Bürger trägt. Eine solche politische Verantwortung ist notwendig, da Mobilität ein Teil der Daseinsvorsorge für Bürgerinnen und Bürger ist, gleichzeitig jedoch nicht kostendeckend von den Verkehrsunternehmen angeboten werden kann. Der Staat ist also immer in der Pflicht, diese Aufgabe mitzufinanzieren. Bis 1994 lag die Verantwortung für den regionalen Nahverkehr (S-Bahnen, RB- und RE-Züge) beim Bund.

Mit der Bahnreform 1994 wurde die Verantwortung für den öffentlichen Schienen- und Straßenpersonennahverkehr vom Bund auf die Länder übertragen. Diese hatten fortan die Aufgabe, die entsprechenden Leistungen selbst zu organisieren. 1996 übertrug das Land Nordrhein-Westfalen diese Verantwortung auf die Ebene der Kreise und kreisfreien Städte.
Für den Regionalverkehr gründeten die Kreise und kreisfreien Städte verteilt über das Land neun Zweckverbände, die die Aufgabenträgerschaft übernahmen. Im Zuge der Umsetzung des neuen ÖPNV-Gesetzes zum 1. Januar 2008 wurde die Zahl der Kooperationsräume schließlich von neun auf die folgenden drei reduziert::

  • Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR): Träger des neuen Kooperationsraumes VRR AöR sind der Nahverkehrszweckverband Niederrhein und der Zweckverband VRR.
  • Zweckverband Nahverkehr – SPNV & Infrastruktur – Rheinland (ZV NVR): Die Zweckverbände Aachener Verkehrsverbund und Verkehrsverbund Rhein-Sieg bilden den neuen Dach-Zweckverband.
  • Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe: Der neue Dach-Zweckverband setzt sich aus den Zweckverbänden SPNV Ruhr-Lippe, SPNV Münsterland, Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe, Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter und Personennahverkehr Westfalen-Süd zusammen.

Einen Teil der Aufgaben delegieren manche Aufgabenträger an die Verkehrsverbünde oder Verkehrsgemeinschaften.
Für den kommunalen Verkehr mit Bussen, Straßen-, Stadt- und U-Bahnen blieb die Aufgabenträgerschaft bei Kreisen und kreisfreien Städten.

Bahncard
Definition:Rabattkarte der Deutschen Bahn AG

Die BahnCard ist eine Rabattkarte der Deutschen Bahn AG. Die „BahnCard 25“ und die „BahnCard 50“ werden im NRW-Tarif anerkannt. So gibt es beim Kauf eines SchöneReiseTicket NRW für Einzelfahrten oder für Hin- und Rückfahrten und beim Kauf eines AnschlussTicket NRW für Einzelfahrten oder für Hin- und Rückfahrten mit der „BahnCard 25“ bzw. der „BahnCard 25 First“ einen Rabatt von 25 Prozent auf das Ticket. Mit der „BahnCard 50“ oder der „BahnCard 50 First" gibt es auf die genannten Tickets einen Rabatt von 50 Prozent. Weitere Details zur Nutzung der BahnCard in Verbindung mit dem NRW-Tarif erhalten Sie bei der DB-Hotline unter der Rufnummer 01805 705030 (14 ct./Min. Festnetz d. Telekom) – täglich zwischen 6 und 20 Uhr.

Deutsche Bahn AG
Definition:Größter Anbieter von Schienenpersonenverkehrsleistungen in Deutschland

Die Deutsche Bahn AG (DB AG) ist größter Anbieter von Schienenpersonenverkehrsleistungen in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen werden etwa 80 Prozent des Schienenpersonenverkehrs von der DB bedient. Für den Regionalverkehr ist dort die DB Regio NRW mit Sitz in Düsseldorf zuständig. Die DB AG steht im Wettbewerb mit den nichtbundeseigenen Eisenbahnen.

Elektronisches Ticket
Begriff für:Ticket kann bei Verlust oder Diebstahl gesperrt und ersetzt werden

Seit 2003 werden in Nordrhein-Westfalen elektronische Tickets eingesetzt. Zunächst im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) später im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und bei der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN). Die Abokunden erhalten ein solches Ticket, auf dem ein Chip integriert ist, der Kunden- und Fahrscheindaten speichert.

Die Vorteile gegenüber dem Papierfahrschein liegen auf der Hand: Das Ticket kann bei Verlust oder Diebstahl gesperrt und ersetzt werden; die auf dem Chip gespeicherten Ticketdaten kann der Besitzer jederzeit ändern lassen. Die Sicherheitsstandards für die Ticket-Chipkarte sind genau so hoch wie beim bargeldlosen Zahlungsverkehr. In Zukunft sollen noch mehr Leistungen als nur das Ticket auf dem Chip gespeichert werden, etwa eine elektronische Geldbörse oder Eintrittskarten für Schwimmbad oder Bücherei.

Das E-Ticket ist eine Variante des Elektronischen Fahrgeldmanagements. Eine andere Variante ist die automatische Fahrpreisfindung, mit der – etwa ab 2008 – das Bus- und Bahnfahren noch einfacher wird.

Das Land NRW hat die Einführung des Chipkarten-Systems mit 33 Millionen Euro gefördert. Um die Weiterentwicklung des E-Tickets in NRW kümmert sich das KompetenzCenter Elektronisches FahrgeldManagement (KCEFM).

Weitere Informationen über das elektronische Ticket der Zukunft sind in der Broschüre „Neuer Standard, mehr Qualität“ dargestellt, die als Download zur Verfügung steht.

Fahrplaninformationen
Definition:Informationen über die richtige Verbindung in NRW rund um die Uhr

Ob telefonisch oder am Computer zu Hause: Informationen über die richtige Verbindung mit Bussen und Bahnen gibt’s in NRW rund um die Uhr. Für Fahrten, die über Verbundräume hinweg gehen, kann in vielen Fällen auch direkt das passende Ticket des NRW-Tarifs dazu gekauft und ausgedruckt werden.
Die Verkehrsverbünde und -gemeinschaften bieten ebenfalls Fahrplaninformationen online an. Und von unterwegs können Nahverkehrskunden Tag und Nacht bei der Schlauen Nummer für Bus und Bahn unter 0 180 3/50 40 30 anrufen – für nur 9 Cent/Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom. Neuerdings bekommt man in einigen Gebieten Nordrhein-Westfalens auch eine Handyauskunft: Aktuelle Fahrplaninformationen werden auf ein WAP-fähiges Handy geladen.
Bei den meisten Fahrplaninformationssystemen im Land braucht der Kunde nicht einmal den Namen der Haltestelle zu kennen. Er gibt einfach die Start- und die Zieladresse irgendwo in Nordrhein-Westfalen an und bekommt automatisch die günstigsten verfügbaren Verbindungen zum Ziel angezeigt.
In NRW werden unterschiedliche Fahrplanauskunftprogramme eingesetzt: Viele Verkehrsverbünde arbeiten mit dem Programm „efa“. Im Aachener Verkehrsverbund erhalten Fahrgäste über „Busspur“ die Fahrplaninformationen und im Verkehrsverbund Rhein-Sieg und in der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd ist „ASS“ im Einsatz.
Zusätzlich bietet die Deutsche Bahn AG ihre Fahrplaninformationen an. Unter der gebührenfreien Servicerufnummer 0800 1507090 bekommen Bahnkunden telefonische Auskünfte per Bandansage. Persönliche Informationen sind bei der Bahn unter der Servicerufnummer 11861 erhältlich. Ein Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom kostet bis zu 1,80 Euro pro Minute. Außerdem gibt es Fahrplaninformation im Internet bei der Deutschen Bahn.

Fernverkehr
Definition:Züge, die überwiegend für die Fahrt weiterer Ziele dienen

Züge bestimmter Klassen – z.B.: ICE, IC, EC, Thalys – die überwiegend für die Fahrt zu weiter entfernt gelegenen Zielen dienen, werden zum Fernverkehr gezählt. In diesen zuschlagpflichtigen Zügen gilt der NRW-Tarif grundsätzlich nicht. Zu bestimmten Tickets des NRW-Tarifs kann jedoch ein Übergangsticket gekauft werden.

Weitere Details zu diesen Übergangstickets erhalten Sie bei der DB-Hotline zum NRW-Tarif unter der Rufnummer 01805 705030 (14 ct./Min. Festnetz d. Telekom) – täglich zwischen 6 und 20 Uhr.

Gemeinschaftstarif
Definition:Seit Jahr 2000 gibt es in Nordrhein-Westfalen nur noch zehn Tarife

Seit der großen Tarifreform im Jahr 2000 gibt es in Nordrhein-Westfalen nur noch zehn Tarife: in jedem der neun Kooperationsräume je einen Verbundtarif sowie den NRW-Tarif. Zusammengenommen bieten die Tarife heute akzeptierte und wirtschaftlich erfolgreiche Mobilitätslösungen für Fahrgäste, die sich innerhalb einer Region bewegen.

Bis weit in die 80er Jahre hatte beinahe jedes der rund 100 nordrhein-westfälischen Verkehrsunternehmen eigene Tarife. Die Folge: Der Fahrgast musste an vielen Stadt- oder Gemeindegrenzen einen neuen Fahrschein lösen. Heute reicht in einem Verbundraum ein Ticket. In Übergangsbereichen zwischen zwei Verbundräumen gelten so genannte Übergangs- oder Kragentarife der Verbünde. Sie werden von den Tickets der Verbünde mit abgedeckt. Bei längeren verbundraumübergreifenden Fahrten nutzt man am sinnvollsten ein Ticket des NRW-Tarifs. Das jeweilige Ticket gilt auch – anders als früher – in allen öffentlichen Verkehrsmitteln: vom Bus über Straßen-, Stadt- und U-Bahn bis hin zu den Nahverkehrszügen (S-Bahn, RegionalBahn, RegionalExpress).

Das Prinzip des Verbundtarifs setzte sich bereits in den 80er Jahren in den beiden großen Verkehrsverbünden VRR und VRS durch. 1996 kam der Aachener Verkehrsverbund hinzu, im Mai 2000 folgten die Verkehrsgemeinschaften Münsterland, Ruhr-Lippe und Westfalen-Süd sowie der Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe und der Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter.

ITF
Begriff für:Integraler Taktfahrplan

Der Integrale Taktfahrplan gehört zu den zentralen Bausteinen des neuen Nahverkehrs in NRW. Er sorgt für schnelle, direkte und regelmäßige Verbindungen mit Nahverkehrszügen im ganzen Land. Im Rahmen des ITF 1 wurden schon 1998 zahlreiche Bahnlinien in der Streckenführung optimiert, Takte verkürzt und die Betriebszeiten ausgedehnt. Mit dem ITF 2 Ende 2002 und weitere Modifikationen bis 2005 wurde dann das Nahverkehrsangebot in NRW auf der Schiene noch einmal stark erweitert: um mehr als 14 Millionen auf inzwischen 101 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Der ITF bezieht sich aber nicht nur auf Züge, die nach einem vertakteten Fahrplan verkehren und an Verknüpfungspunkten mehrerer Strecken direkten Anschluss bieten. Auch mit anderen Verkehrssystemen wie kommunalen Bussen und Bahnen ist das Konzept in vielen Städten und Gemeinden optimal vernetzt, um „Umsteiger“ zügig ans Ziel zu bringen.

Kinderaltersgrenze
Definition:Regelung der Altersgrenze durch NRW-Tarif

NRW-weit einheitlich geregelt ist die tarifliche Kinderaltersgrenze seit Einführung des NRW-Tarifs: Alle Kinder unter 6 Jahren fahren kostenlos, Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren fahren zu einem ermäßigten Preis.

Kombiticket
Definition:Staus und Parkplatzsuche müssen in NRW nicht sein

Staus und Parkplatzsuche vor Kultur- oder Sportveranstaltungen, Messen oder interessanten Freizeitzielen müssen in NRW nicht sein. Denn viele Veranstalter bieten zusammen mit den Verkehrsverbünden und -gemeinschaften so genannte Kombitickets an: Dabei gilt die Eintrittskarte gleichzeitig als Fahrschein für die Hin- und Rückfahrt – in allen Verkehrsmitteln des jeweiligen Verbundes oder im ganzen Land. Erstmals wurde das landesweit – und sogar grenzüberschreitend – gültige Kombiticket zur Landesgartenschau 2003 (LAGA) angeboten.
Als ständiges landesweit gültiges Kombiticket gibt es mittlerweile das Rockpop-KombiTicket. Es ist Eintrittskarte ins Rockpopmuseum in Gronau und Fahrschein in Einem.

Kooperationsräume
Definition:2008 wurde die Zahl der Kooperationsräume auf drei reduziert

Bislang war das Nahverkehrsland NRW organisatorisch in neun Regionen, die so genannten Kooperations- oder Verbundräume, aufgeteilt. Mit dem Inkrafttreten des neuen ÖPNV-Gesetzes zum 1. Januar 2008 wurde die Zahl der Kooperationsräume auf drei reduziert. Dort planen und organisieren jeweils die Kommunen – also Städte und Kreise – den ÖPNV mit Bussen und Bahnen und bieten ihren Fahrgästen einen gemeinsamen Tarif, gemeinsame Fahrscheine und einen abgestimmten Fahrplan aller Verkehrsmittel an.

Auch die ehemals neun Zweckverbände, zu denen sich die Kommunen eines Kooperationsraumes zusammengeschlossen hatten, wurden entsprechend der neuen Ordnung zu drei Dach-Zweckverbänden zusammengeführt. Sie koordinieren im jeweiligen Kooperationsraum den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Auch dort gelten die gleichen Tarife und Fahrscheine.

Die drei Kooperationsräume in NRW sind:

  • Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR): Träger des neuen Kooperationsraumes VRR AöR sind der Nahverkehrszweckverband Niederrhein und der Zweckverband VRR.
  • Zweckverband Nahverkehr Rheinland (ZV NVR): Die Zweckverbände Aachener Verkehrsverbund und Verkehrsverbund Rhein-Sieg bilden den neuen Dach-Zweckverband.
  • Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe: Der neue Dach-Zweckverband setzt sich aus den Zweckverbänden SPNV Ruhr-Lippe, SPNV Münsterland, Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe, Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter und Personennahverkehr Westfalen-Süd zusammen.

Wenn Sie mit dem ÖPNV fahren wollen und nicht sicher sind, zu welchem Kooperationsraum Ihre Stadt oder Gemeinde gehört, finden Sie hier [PDF, 138.52 KB] eine Übersichtskarte von NRW zum Download, aufgeteilt nach den drei Kooperationsräumen. Ticketpreise und Angebote finden Sie auf den jeweiligen Internetseiten.

Liniennetzpläne
Definition:Verkehsbund bietet eigenen Linienplan für Schnellverkehr an

Abgestimmt auf das Angebot seiner Nachbarn bietet jeder Verkehrsverbund seinen eigenen Linienplan für den Schnellverkehr an.

Da die komplette Abbildung aller Stadtlinien- und Busnetzpläne den Umfang dieser Seite sprengen würde, sei hierfür auf die Internetseiten der einzelnen Verbünde verwiesen, die diese Informationen dort zum Download anbieten.

Nahverkehr in NRW
Begriff für:
  • Mobilität sichern – für die Menschen in NRW.
  • Verkehr gestalten – für eine lebenswerte Umwelt.
  • Zusammen arbeiten – für mehr Qualität im Nahverkehr.

Diese Ziele verbinden Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünde, Zweckverbände, Kreise und Kommunen und die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen. Sie arbeiten bereits seit 1998 eng zusammen, um neue Kunden für Busse und Bahnen zu gewinnen und das öffentliche Verkehrsangebot in NRW nachhaltig zu verbessern.
Die Straßen- und Schienen-Infrastruktur wird fortlaufend ausgebaut, um die Leistungsfähigkeit der Netze zu sichern. Besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, die verschiedenen Verkehrsmittel und -träger optimal miteinander zu verknüpfen. Alle Teilnetze sollen sich ergänzen und beste Voraussetzungen für eine kombinierte Nutzung bieten.

Weil Mobilität auch Daseinsvorsorge des Landes für seine Bürger ist, wird der Nahverkehr in NRW von Land und Stadt gefördert, da er sich selbst nicht alleine trägt. Die Finanzknappheit der öffentlichen Hand und der Wettbewerb der Verkehrsunternehmen haben in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass die Effizienz der Verkehrsunternehmen deutlich gesteigert wurde: Heute liegen die Kosten je beförderte Person niedriger als noch im vergangenen Jahrtausend. Trotzdem werden auch in Zukunft Nah- und Regionalverkehr auf öffentliche Unterstützung angewiesen sein. Auf kommunaler Ebene geschieht das seit langem, indem Städte, Kreise und Gemeinden die Defizite der Verkehrsunternehmen übernehmen. Das Land wiederum unterstützt die Kommunen und Verkehrsbetriebe unter anderem mit „Ausgleichszahlungen“ für die Beförderung von Schülern oder Schwerbehinderten.

Nichtbundeseigene Eisenbahnen
Definition:Eisenbahnverkehrsunternehmen - die in Landes-, Kommunal- oder Privatbesitz sind

Als nichtbundeseigene Eisenbahnen (NE-Bahnen) werden alle Eisenbahnverkehrsunternehmen bezeichnet, die in Landes-, Kommunal- oder Privatbesitz sind und die mit der Deutschen Bahn AG im Wettbewerb

Auf allen NE-Bahnen gilt der NRW-Tarif.

Niederflurfahrzeuge
Definition:Werden bei neuen Bussen, Straßenbahnen und Triebwagen eingesetzt

Die so genannte Niederflurtechnik wird heute bei neuen Bussen, Straßenbahnen und Triebwagen eingesetzt. Sie dient dazu, den Fahrgästen einen möglichst bequemen Ein- und Ausstieg ohne Stufen zu ermöglichen. Niederflurfahrzeuge sind somit auch für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen geeignet. Die ersten Niederflurfahrzeuge wurden übrigens schon vor dem zweiten Weltkrieg entwickelt. Die erste so genannte Niederflurstraßenbahn in Deutschland betrieb die Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft 1926 auf ihren heute zur Essener Verkehrs-AG gehörenden Strecken.

NRW-Tarif
Begriff für:Nahverkehrstarif in Nordrhein-Westfalen

Der NRW-Tarif ist der Nahverkehrstarif in Nordrhein-Westfalen. Fahrgäste, die über die Grenzen von Verkehrsverbünden und -gemeinschaften fahren, können seit Einführung des NRW-Tarifs für alle Nahverkehrsverbindungen innerhalb NRWs, für die es keine regionalen Verbundtarife oder Übergangstarife gibt, ein einziges Ticket kaufen. Dieses gilt immer von der Start- bis zur Zielhaltestelle, in allen Nahverkehrszügen wie RE, RB und S-Bahn, in sämtlichen Stadt- und Straßenbahnen und nahezu allen Bussen.
Mit dem NRW-Tarif steht für landesweite Fahrten ein großes Ticket-Sortiment zur Verfügung: für Einzelfahrten, Hin- und Rückfahrten, Tagesreisen sowie – für Vielfahrer – Wochen-, Monats- und Jahreskarten.
PauschalPreisTickets wie das SchöneFahrtTicket NRW oder das SchönerTagTicket NRW können im Online-TicketShop, an den Fahrscheinautomaten, in den KundenCentern der Verkehrsunternehmen am Ort und häufig auch beim Busfahrer gekauft werden. Alle anderen Tickets des NRW-Tarifs sind an allen Fahrscheinautomaten und in den Verkaufsstellen der Deutschen Bahn erhältlich.

ÖPNV
Akronym für:Öffentlicher Personennahverkehr

Abkürzung für Öffentlicher Personennahverkehr. Darunter fallen alle Linienverkehre mit den Bussen, Straßen-, Stadt- und U-Bahnen der kommunalen Verkehrsunternehmen sowie die speziellen Angebote der Gemeinschaftsverkehre.
Ob in Großstädten oder in kleinen Gemeinden: Busse und Bahnen fahren immer so, wie die Menschen vor Ort sie brauchen. Deshalb hat jede Stadt in Nordrhein-Westfalen – stets in enger Abstimmung oder direkter Kooperation mit den Nachbargemeinden – ihr eigenes Nahverkehrssystem.

In den Großstädten sorgen U-, Stadt- und Straßenbahnen entlang dicht besiedelter Achsen dafür, dass die Fahrgäste schnell, sicher und umweltfreundlich die städtischen Zentren erreichen. Stadtbusse und CityExpress-Linien ergänzen das Angebot und verbinden abseits der Schienenstrecken die jeweiligen Stadtteile oder Städte miteinander.

In vielen Klein- und Mittelstädten schaffen Stadtbussysteme ein hochwertiges Fahrangebot zu den städtischen Zentren: modern und umweltfreundlich, maßgenau abgestimmt auf die lokalen Gegebenheiten und vielfach als Alternative zum privaten Pkw.

Vor allem in ländlichen Gemeinden sind Orts- und Regionalbusse im Einsatz. Sie verbinden die verschiedenen Ortsteile und Dörfer miteinander und mit den jeweiligen Gemeindezentren. Außerdem bieten die Orts- und Regionalbusse Anschluss an die regionalen Schienenwege.
Darüber hinaus haben sich vor allem in ländlichen Regionen alternative Angebotsformen entwickelt. Außerhalb der Hauptverkehrszeiten ersetzen beispielsweise Taxi- oder Rufbusse oder Anruf-Sammel-Taxis den Linienverkehr und bringen die Fahrgäste nach telefonischer Anmeldung häufig sogar direkt nach Hause. In dünn besiedelten Regionen, wo Linienverkehre kaum noch wirtschaftlich sind, schließen rund 50 ehrenamtliche Bürgerbusvereine die Lücken im Nahverkehrsnetz.

Pauschalpreisticket
Definition:Gilt für bestimmte Zeit auf allen Strecken des öffentlichen Straßen- und Schienenpersonenverkehrs

Ticket im NRW-Tarif, das für eine bestimmte Zeit auf allen Strecken des öffentlichen Straßen- und Schienenpersonenverkehrs gilt, z.B. das SchöneFahrtTicket NRW, das eine Person zwei Stunden für eine Fahrt nutzen kann. Im Gegensatz zum Pauschalpreisticket gibt es auch das relationsbezogene Ticket.

RegionalBahn
Begriff für:Erschließen die einzelnen Regionen des Landes

57 RegionalBahn-Linien (RB) vernetzen und erschließen die einzelnen Regionen des Landes. Von den zentralen Stationen und Bahnhöfen aus fahren sie alle Haltepunkte entlang der jeweiligen Strecken an. So erhalten auch die kleineren Kommunen Anschluss an die großen Städte und auch Ballungsräume in NRW. Zusammen mit RegionalExpress-Zügen und S-Bahnen sind Fahrtzeiten und Anschlüsse im Integralen Taktfahrplan aufeinander abgestimmt.

RegionalExpress
Definition:Fahren auf zentralen Verkehrsachsen in Nordrhein-Westfalen

RegionalExpress-Züge (RE) fahren auf den zentralen Verkehrsachsen in Nordrhein-Westfalen mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 160 km/h. Auf insgesamt 26 Linien verbinden sie schnell und direkt die wichtigsten Städte und Regionen in NRW.

Dabei bieten moderne Loks und Fahrzeuge, häufig Doppelstockwagen, Platz und Reisekomfort. Zusammen mit RegionalBahnen und S-Bahnen sind Fahrtzeiten und Anschlüsse im Integralen Taktfahrplan aufeinander abgestimmt.

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