Bus- und Bahnfahrer können Fahrrad und Gepäck jetzt an 19 Standorten in Siegen-Wittgenstein und Olpe sicher verschlossen in Boxen abstellen. Dafür hat der Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) sogenannte Mobilstationen in Betrieb genommen.
Die offizielle Inbetriebnahme der Mobilstationen erfolgte nun exemplarisch an der Station in Freudenberg durch die Landräte aus Siegen-Wittgenstein und Olpe Herrn Andreas Müller und Herrn Theo Melcher, sowie Freudenbergs Bürgermeisterin Frau Nicole Reschke. Ihnen und dem ZWS übergaben dabei der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und die Bezirksregierung Arnsberg symbolisch die Fördermittel, die zur Errichtung der Mobilstationen wesentlich beigetragen haben. Der Olper Landrat Herr Melcher und der Siegen-Wittgensteiner Landrat Herr Müller haben die Mobilstation in Freudenberg bereits getestet und sagen: „Das ist eine super Sache, mit der es uns gelungen ist, die hiesige, umweltfreundliche Mobilität weiter zu stärken.“ Neben den Fördermitteln von NWL und der Bezirksregierung haben ebenfalls beide Kreise mit eigenen Anteilen zur Errichtung der Stationen beigetragen. Die Beteiligten freuen sich nun, auf vielfache Nutzung.
Mobilstation. Was genau ist das?
„An einer Mobilstation kann eine Box gemietet werden, in der zum Beispiel ein Fahrrad oder Gepäckstück Platz hat. Die Stationen verfügen über einzelne Fahrradboxen, Gepäckschließfächer, dynamische Fahrgastinformations-Anzeigen und Informations-Säulen“ berichtet Stefan Wied, Geschäftsführer des ZWS. „Die Preise für gemietete Boxen variieren je nach Art der Unterbringung und Mietdauer. Von stunden- und tageweiser Anmietung, über wöchentliche und monatliche Miet-Möglichkeit bis hin zu Halbjahres- und Jahresmiete ist alles, je nach Anlagentyp, optional buchbar. Die Preise einer Einzel-Fahrradbox beginnen beispielsweise bei 40 Cent für sechs Stunden. 24 Stunden kosten 80 Cent. Die Miete eines Gepäckschließfaches beträgt zum Beispiel für ein halbes Jahr 80 Euro. Besitzer eines ÖPNV-Abotickets zahlen in der Regel nur die Hälfte.“
Box mieten. So geht`s:
Auf radbox.nrw können sich Mobilitätsfans informieren und werden bei Buchungswunsch auf einen App-Store verwiesen. Nachdem sie dort die notwendige App auf ihr Smartphone heruntergeladen haben, muss eine Registrierung erfolgen. Danach können sie die Mietmöglichkeiten auswählen und buchen. Die Zahlung erfolgt via PayPal, Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift. Nach dem Buchungsprozess erhält der Nutzer üblicherweise einen TAN-Code, mit dem er die Tür der Box vor Ort öffnen kann. Meist ist eine Tür-Öffnung auch über die App selbst möglich.
Mobilstationen erweitern Mobilitätsketten
Menschen umweltfreundliche Mobilität erleichtern, ist eines der Hauptziele von Mobilstationen. Ein Musterbeispiel für ein solch umweltbewusstes Mobilitätsverhalten ist ein Berufspendler, der von zu Hause mit dem Rad bis zum (Bus-)Bahnhof fährt. Dort kann er nun sein Rad und Gepäck in einer Box abstellen und dann auf den Bus oder den Zug umsteigen, um zum Arbeitsort zu gelangen. Sein Hab und Gut weiß er sicher verstaut, denn nur er kann die Tür der Box öffnen. Wann der nächste Bus oder Zug fährt, sieht er immer zeitgenau aktualisiert auf der dynamischen Fahrgastinformationsanzeige.
In welcher Kommune wo genau eine solche Mobilstation steht, wie Interessierte diese mieten können und zu welchen Bedingungen, finden sie unter radbox.nrw. Die Betreiber von radbox.nrw sind go.Rheinland und der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL).
Hier können Sie die Pressemeldung als PDF ansehen / herunterladen.
Hier finden Sie alle Standorte, die durch den ZWS in Westfalen-Süd derzeit umgesetzt wurden.